Raceday in Roth – Es geht los!

Um Punkt 3 Uhr bin ich aufgewacht – 30min vor der Zeit. Klar viel Schlaf hatte ich nicht – aber die paar Stunden muss ich tief und fest im Traumland verbracht haben, denn ich hab mich echt “frisch” gefühlt. Hallo Raceday – mal wieder. Ist ja nicht das erste Mal, dass ich mir eine Langdistanz antue.

Im Gastraum wartete bereits ein dickes Frühstück auf die Supporter und Athleten. Nicht nur ein paar Scheiben trockenen Toastbrots und eine Kanne Kaffee. Nein! Das komplette Sortiment: Müsli, Brötchen, Wurst, Käse, Säfte und natürlich…. Kaffee. Wow! Die  Weißen Lamm-Crew vom waren sicherlich noch früher in Äktschen als wir. Trotz der großen Frühstücks-Bandbreite, fällt mein “echtes” Langdistanz-Frühstück aber meist spärlich aus. Kaffee, Saft und 2-3 Börtchen mit Nutella und oder Honig. Das liegt nicht so schwer im Magen und ist schnell verdaut. Rumpeln nur so durch den Verdauungstrack.

4:45 Uhr saßen wir bereits im Auto und es ging im Schweinsgalopp zum Schwimmstart. 2km davor standen wir aber erst mal im Stau. Hmpf! Aber kein Grund zur Panik – ich hatte noch über 1,5 Stunde bis zu meinem Start um 6:40 Uhr und Henne hätte sich fast noch mal ablegen können. An der Brücke über den Kanal kam plötzlich Hektik auf. Die Polizei versuchte den Verkehr irgendwie zu leiten, während die Athleten aussteigen und in die Wechselzone laufen wollten. Nach einem kurzen Wortgefecht und Androhung der Disqualifikation trotteten wir gen TZone. Wow! Was für eine Stimmung – Gänsehaut! Musik schallte aus den Boxen, geschäftiges Treiben überall und ein toller Ausblick von der Brücke auf die Wechselzone und den Kanal mit der aufgehenden Sonne im Rücken. Ich spürte: Das würde mein Tag werden. Das Rennfieber flammte nun vollends auf.

Mittlerweile ist es am Radplatz ziemlich eng geworden. Kein Wunder – irgendwo muss  ja das Equipment der rund 3300 Einzelstartern und 614 Staffeln stehen. Routiniert kontrollierte ich das Rad, pumpte Luft nach, besuchte kurz das “Dixie-Land” versuchte immer wieder mal meine Freundin und den Rest der Supporter-Gang ausfindig zu machen. Nicht leicht bei dem Gewusel. Der Start rückt immer näher – da endlich sah ich sie – ein Glück. Nachmal kräft in den Arm genommen, tief durchgeatmet und das Wasser aus den Augenwinkel gewischt – ab in den Neo und eingereiht in meine Startgruppe. 6:35 Uhr – es ist angerichtet. Ich schwamm zur Startleine – noch 30sec. Zack! und unter dem Jubel der vielen Zuschauer ging’s für mich und die anderen auf die ersten 3,8km von insgesamt 226km.

Veröffentlicht von

Schwimmt, fährt Rad und läuft!

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Das Jahr 2011 - Tops und Flops | kummerani

Schreib einen Kommentar