Bahntraining – Mein erstes Mal

Man liest ja viel über Intervalltraining auf der Bahn. Schön ein paar 100er, 400er oder 1000er “kloppen”, das macht schnell und laktatresistent und schult die Technik – je nachdem welche Distanz man wählt. Das muss ich unbedingt mal ausprobieren. Gerade für den 10km Abschlusslauf bei einer olympischen Distanz ist das 400er Kaliber genau das Richtige. Schließlich muss ich am 4.9. in Norderstedt beim Tribühne-Triathlon nochmal ran. Der ursprüngliche Plan lautet: Vorne mitmischen. Aber mangelnde Motivation nach der Challenge Roth, permanent schlechtes Wetter, ein zwickender Knöchel und eine leichte Erkältung in den letzten zwei Wochen ließen mich den Trainingplan in der Schublade vergessen. Stattdessen waren mir “Kaffeefahrten” mit Freunden und lümmeln auf der Couch mit der Freundin lieber. Jetzt wird die Zeit aber langsam knapp. Etwas Training muss noch sein, denn nur so finishen ist nicht mein Ding. Gestern dachte ich mir: Warum nicht mal ein paar 400er laufen – so 10×400 – wird schon nicht so schlimm sein. Die Bahn ist ja nicht weit entfernt. Alternativ hätte ich auch zum Schwimmen gehen können, aber danach stand mir der Sinn so überhaupt nicht. Gedacht, getan. Ein paar Meter locker zum Station des NTSV gejoggt, ein wenig Lauf-ABC und dann auf’s Gas gedrückt. (Der letzte Lauf lag gut 1,5 Wochen zurück und der was sehr locker.) Nach 150 Meter dachte ich, ich spinne. Die Pumpe ging, der Atmen rasselte und das Laktat schoss in die Muskeln. DURCHHALTEN!!!!.

Japsend lief ich nach 1:11min über die Ziellinie. Das kann doch nicht wahr sein; ich kann nicht mehr! Wie soll ich denn noch die anderen 9 Runden laufen? Aber ich bin ja flexibel. Kleine Planänderung: 2x3x400m – das sollte machbar sein. Nach jedem 400er mit LDI (lactate direct injection) verwöhnte ich mich mit einem gaaanz lockeren Trab. Die 5min-Pause lockte nach den Qualen des erstes Blocks. Eins stand fest: Die Pace der ersten Runde war viiiiel zu hoch. Für die nächsten Runden hatte ich sie entsprechend zu reduzieren. Nach dem erst Block waren meine Oberschenkel auch schon merklich sauer. Aber tapfer hielt ich den zweiten Block durch. Auf den letzten Meter einer jeden Runde lief ich wie in einem Tunnel. Hammer. Ehrlich, mit solchen Intensität hatte ich noch nie trainiert. Das war echt hart, macht aber Laune. Zum Glück hält sich der heutige Muskelkater auch noch in Grenzen. Sogar die Zeiten sind zufriedenstellend. Laut Greif und einer angenommenen 10km-Bestzeit von 40min, liegt die 400er Zeit bei 1:19. Mit 1:11, 1:17, 1:20, 1:17, 1:20 und 1:19 war ich ja sogar voll im Soll.

Fazit: Solche Specials werde ich mir jetzt öfter geben. :)

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Schwimmt, fährt Rad und läuft!

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