Im Test: Sport Beans von Jelly Belly

Jelly Belly Sport Beans

Wie heißt es so schön? Ohne Mampf kein Kampf! Und so schwemmen immer mehr Hersteller und Produkte aus der Sparte Sport Nutrition auf den Markt, die den hohen Ansprüchen des gemeinen homo sportivus genügen müssen. So scheint auch Jelly Belly seit neuestem mitmischen zu wollen. Wie Jelly Belly? Das sind doch die Typen mit den herrlich bunten, vor allem süßen und in allen nur erdenklichen Geschmacksrichtungen erhältlichen Bohnen-Mischungen. Ich erinnere mich da an die lustige Episode im ersten Harry Potter-Film, in denen es auch Bohnen gab, die man vom Geschmack her lieber niemand in seiner Mischung hätte… Aber nun zum Test.

Visueller und olfaktorischer Eindruck: Bei den Vattenfall Cyclassics bekam ich am Stand von Paul Lange & Co. zwei Tütchen mit Sport Beans in die Hand gedrückt. Am Wochenende hab ich dann endlich mal die Verkostung vorgenommen. In meiner 10g-Testtüte befanden sich 5 Bohnen. Die Farbgebung und die olfaktorische Komponente fallen nicht übermäßig artifiziell aus. Wer jemals an einem PowerBar Riegel “Kokos” oder “Banane” geschnuppert hat, weiß was ich meine. Der riecht wie aromatisierte Haarpomade und man muss sich überwinden hineinzubeißen. Zum Vergleich: High5 in der Geschmackrichtung “Kokos” kommt dem natürlichen Pendant sehr sehr nahe. Gedanklich finde ich mich dann aber immer noch nicht unter einer Palme am Strand liegend wieder….aber das ist ja nicht das Ziel.

Orale Haptik: Wir alle wissen, wie süß und künstlich Gels, Riegel, Getränke und was es sonst nicht so alles gibt, schmecken können. Jelly Belly setzt dem Ganzen noch die Krone aus – in jedem Fall was den Grad der Süße anbelangt. Einmal in den Mund gesteckt und auf dem süßen Oval herumgekaut, hatte ich das Gefühl, als würde sich langsam aber sicher das Testobjekt meiner oralen Integrität bemächtigen und sie dem ultra-süßen Diktat der Lebensmittelchemie unterwerfen. Nein im ernst – süßer kann es kaum noch werden. Jelly Belly sagt über seine Bohnen, dass sie aus 100% natürlichen Zutaten und natürlichem Fruchtsaft hergestellt werden. Ok, das lass ich mal so stehen. Der Geschmack an sich ist dabei sogar noch ganz angenehm. Überrascht hat mich auch, dass die Bohne, einmal zerkleinert, sich nicht in den Zahnzwischenräumen festgesetzt hat – so wie man es von Kaubonbons kennt. Mit Wasser lassen sich die Reste gut wegspülen, wenn sie sich nicht schon von allein gelöst haben.

Was leistet das Produkt unter energetischen Gesichtspunkten? Einen Test unter Wettkampfbedingungen habe ich nicht vorgenommen – soll man ja generell bei neuen Dingen nicht. Hingegen habe ich die zweite Tüte gestern vor dem Schwimmtraining genascht. Grundsätzlich ist es so, dass ich nach der Arbeit, bevor ich zum Training gehe, meist sehr hungrig bin. Mit einem Energiedefizit zu trainieren, macht weder Spaß, noch ist es m.E. einer Leistungssteigerung zuträglich – im normal Fall. Unter diätischen Gesichtspunkten mag das anders sein, z.B. um seine Kohlenhydratspeicher zu leeren. Aber das ist ein anderes Thema. Mit dem 10g-Beutel habe ich in jedem Fall das einstündige Training gut überstanden. Laut Herstellerangaben hat die im Handel erhältliche 28g-Tüte einen Nährwert von 100kcal. Von den 25g Kohlenhydraten gehen 21g auf das Zucker-Konto. Idealerweise soll man 30min vor der Belastung und während des Wettkampfes alle 45min eine Tüte futtern.

Die Sport Beans gibt es in den Geschmacksrichtungen Extreme Cherry und Extreme Watermelon, die mit 50mg Koffein pro Packung versetzt wurden, und in weiteren 4-Sortenmischungen: Beere, Früchtemix, Orange und Zitrone. 

Fazit: Das Magazin RennRad hat für die Sport Beans einen Kauf-Tipp vergeben. Ich hingegen werde erstmal nicht ins Bohnengeschäft einsteigen, da sie mir viel zu süß sind. Zudem stelle ich mir die Handhabung unter Extrem- sprich Wettkampfbedingungen schwerig vor. Ein nicht ganz abwegiges Szenarium: Man reißt die Tüte auf und die Bohnen purzeln einfach unkontrolliert heraus. Das war’s mit der Verpflegung. Hingegen werden Gels in den Mund “geschossen” und Riegel lassen sich ebenfalls besser dosiert der Verpackung entnehmen. Wer aber so richtig auf Zucker steht und einfach mal was Neues ausprobieren will, der findet in den Bohnen sicherlich ein passendes Ernährungs-Gadget.

Die Frage zum Schluss: Was kostet der Spaß? UVP liegt bei 1,90€. Bei Bike-Discount gibt’s den Beutel schon für 1,50€.

Mahlzeit!

 

 

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Schwimmt, fährt Rad und läuft!

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo

    In deinem Beitrag schreibst du, dass man die Jelly Beans während dem Training nehmen soll. Dem muss ich leider wiedersprechen. Isotonische Getränke sind wesentlich schneller im Blut und effektiver als Jelly Beans die zuerst noch verdaut werden müssen und während dem Training zu essen ist nicht wirklich gut. Schliesslich muss sich der Körper aufs Trainnig und nicht aufs Essen konzentrieren. Ich würde 2 Stunden nach dem Training Jelly Beans nehmen. Dies hat folgenden Grund: die Jelly Beans haben nämlich einen InsulinIndex von 160! Das ist der absolute Gummibärchen Saft für Menschen (Die Gummibärchen da gibt es eine Serie dazu). Auch vor dem Training empfiehlt sich eine Menge Spinat zu essen, da es viele Nitrate enthält und die Muskeln zum Platzen bringt. Nach dem Training Jelly Beans schiesst die Proteine direkt in den Muskel und dort gehören sie auch hin. Aufpassen sollte man jedoch mit dem Fett. Ich empfehle 3 Stunden vor und nach den Jelly Beans kein Fett zu konsumieren, sonst wirst du Fett. Hingegen Proteine nach den Jelly Beans (nach ca. 1 Stunde) wieder nehmen. Warum erst nach einer Stunde? Der Körper hat Probleme Kohlenhydrate mit Proteine gleichzeitig zu verdauen. Dies zeigt der Körper vorallem in dem er viele Gase entwickelt. Achtet euch mal darauf was passiert wenn ihr Unmengen von Kohlenhydrate und Eiweisse gleichzeitig zu euch nehmt. Darum empfehle ich Jedem die Trennkost. Viele meinen man müsse Kohlenhydrate mit Eiweiss nehmen um besser Aufbauen zu können. Eiweisse bleiben ca. 3 Stunden im Blut bis diese abgebaut werden. Darum achten dass ihr z.B. Kohlenhydrate mit wenig Eiweisse mischt oder Viele Eiweisse mit wenig Kohlenhydrate. Wie gesagt Jelly Beans sind für Insulinkicks das Mass aller Dinge. Aber besser 1-2 Stunden vor dem Training und 2 Stunden nach dem Training. Denn der Körper verbremmt nach dem Training das meiste Fett. Führt ihr während dieser Zeit Kohlenhydrate zu stoppt ihr den Fettabbau, ganz egal ob die Kohlenhydrate Fette haben oder nicht.

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