Saison 2011 – Eine Analyse

So…die Saison 2011 ist quasi vorbei. Zeit, mal einen Gedanken an die kommende Saison zu verschwenden: Wo starte ich? Was ist mein Saisonhighlight? Wie und wo kann ich mich verbessern? Als Triathlet, der auf Langdistanzen startet, erübrigt sich die erste Frage nach dem Saisonhighlight oft. Das liegt daran, dass Veranstalter wenige Tage nach dem Event, die Anmeldungen für das nächste Jahr öffnen. Am Meldetag sitzt der gemeine Triathlet dann mit Maximal-Puls vorm Monitor und bringt den Server zu qualmen, beim Versuch einen der begehrten Plätze zu ergattern. “Leider” gehöre ich genau zu dieser Spezies. 2012 steht also ganz im Zeichen der Challenge Roth. Das Ziel steht auch schon fest. Just finishing is not an option. Stattdessen gilt es die Bestzeit von 9:41h zu unterbieten. Um Verbesserungspotential aufzufinden, bedarf es einer möglichst genauen Analyse des Vorbereitung (Trainingsverlauf) und natürlich auch des Wettkampftages. Das habe ich bisher geflissentlich übergangen – Zeit es nachzuholen. Das führt mich jetzt zu der Frage: Was lief 2011 nicht optimal und wie kann ich es 2012 besser machen? Um es anschaulicher zu machen, gliedere ich die Analyse in die Bereiche: Training und Wettkampf.

Das Training
Wer mein Blog gelesen hat, weiß, dass ich 2011 das erste Mal so richtig einen Plan hatte. Dabei habe ich versucht, mich möglichst nahe an Arne Dycks Vorgabe von Triathlon-Szene.de zu halten. Daneben kann ich nur jedem das Buch von Gordo Bryn/Joe Friel “Going Long”  ans Herz legen – eine echte Bereicherung. Das Training gliedert sich prinzipiell in vier Phasen: Prep, Base, Build und Peak. Leider bin ich erst viel zu spät eingestiegen. Das heißt: Statt mit dem Plan im November zu starten, bin ich erst Mitte/EndeApril dazugestoßen. Die Prep-Phase hab ich also komplett ignoriert. Statt eine Mischung aus Grundlagenausdauer und Technik, hab ich nur herumtrainiert – mit Fokus die Grundlagenausdauer zu verbessern. An Technik- und Kraftübungen gab es nur Lauf-ABC, Liegestütze und Dips und selten kleiner Sprints. Gerade im Hinblick auf meine Laufperformance hat sich das aber enorm bemerkbar gemacht … in der Art, dass ich mit meiner 3:37h in Roth weit hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben bin. Zum Vergleich: Beim meiner ersten LD 2006 bin ich eine 3:43h gelaufen! Gerade mal 6min langsamer! Eine Schande! Hier sehe ich denn auch enormes Verbesserungspotential.
Das Radtraining konnte ich hingegen sehr gut umsetzen. Diese Disziplin zähle ich auch nicht zu meinen Keylimiter. Aber natürlich lässt sich an dieser Schrauben ebenfalls stellen. Einzig an Kraft fehlt es mir ein wenig. Will ich mich hier verbessern, scheint ein regelmäßiger Besuch in der Mukkibude unausweichlich. Ich bin ehrlich zu mir selbst, dafür bin ich einfach zu faul und mach lieber ein paar Stabi-Übungen in den eignen vier Wänden. Equipment (Zugseil, Theraband, Kippelbrett) ist bereits vorhanden oder die Anschaffung (Gymnastiball und Schlingentrainer) geplant. Das sollte für die gängigsten Übungen reichen.

Teil zwei der Analyse ist online!

Update: Beim Blick auf den Plan fiel mir auf, dass ich die wichtigen Leistungstests – CP30 – Bike, CP20 – Run, 500m – Swim – komplett weggelassen hab. Jeweils zum Start der Prep- , Base- und Buildphase wird empfohlen diese Tests zu machen. Sie geben Feedback zum jeweiligen Trainingsstand und Aufschluss über die Leistungsfähigkeit und definieren ggf. neue Trainigsbereiche. Wem das zu “leblos” erscheint, kann auch einen Testwettkampf auf der Kurzdistanz absolvieren.  Tja, und wieder eine Schraube mehr, an der ich drehen kann.

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Schwimmt, fährt Rad und läuft!

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Neues aus dem Kreißsaal | kummerani

  2. Ich bin auf deinen zweiten Analyseteil gespannt und wie du jetzt die nächste Saison angehen wirst, immer mit Hinblick selbst ins Triathlontraining einzusteigen…

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