Denn zum Racen sind sie da – Brooks Racer ST 5

RACER - UNBOXED
Zwei Schuhe habe ich als Messenger of Happy Run zum Testen bekommen. Den Brooks Adrenaline GTS 11 und den Racer ST 5 – über den ich auch als erstes Berichten möchte.
Wer die Geschichte vom kleinen Muck kennt, der kann sich in etwa vorstellen, was ihm beim Kauf dieses schnittigen Schuhwerks  erwarten wird. Dieser Schuh hat einen enormen Drang nach vorn, und den hab ich zu spüren bekommen. Ich will aber mal nicht vorgreifen… .

“Der erste Eindruck zählt!” sagten früher meine Eltern immer – “Also zeige Dich von Deiner Schokoladenseite.” Diesen Satz hatten sicher auch die Eltern des Racer ST 5 im Kopf und haben einen wirklich guten Schuh konzipiert, der schon vom ersten Augenblick bei mir punkten kann. Er ist leicht (311g bei US 13) und fühlt sich auch so an. Nichts drückt, zwickt oder schlupft. Das dünne Meshgewebe verspricht bei hohen Temperaturen eine gute Belüftung. Trotz seines geringen Gewichts ist er aber nicht zu weich oder instabil. Der Fuß findet in dieser Rennsemmel den optimalen Halt. Das muss er auch, denn laut Brooks ist sein Metier der Marathon… und zwar der schnelle Marathon.

Optisch finde ich den Racer gut gelungen. Farblich bringt er definitiv Abwechselung  in das sonst so von gedeckten Tönen dominierten Laufschuh-Gehege. An der Ferse befindet sich zudem je eine Schlaufe, die wohl – so meine Vermutung als Triathlet – beim Wechsel das Anziehen erleichtern soll. Quod est demonstrandum…und zwar in der 2012er Saison.

Die Rahmenbedingungen sind also gesteckt. Jetzt muss sich der Racer auf Asphalt, Wald- und Sandwegen beweisen.

Kaum auf der Straße, ließ ich die Zügel locker. Das nutzte der Racer gleich gnadenlos aus, was sich in einem immensen Vortrieb bemerkbar machte. Die ersten Kilometer flogen nur so vorbei. Laut Endomondo bin ich die ersten beiden Kilometer mit einer 5:06 bzw.  5:04min/Km gerannt. Und das ging fast wie von selbst…aber eben nur fast. Der einzig limitierende Faktor in diesem Zusammenspiel war mein Körper – leider. Und so nahm ich gleich mal ein, zwei Gänge heraus. Aber auch bei einer langsameren Gangart zeigte sich der Racer von seiner gutmütigen Seite. Sand- und Waldwege scheut er nicht. Bemerkbar macht sich in jedem Fall die leichte Stütze im Fersenbereich. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang vielleicht auch, dass Brooks für die Mittelsohle so genanntes BIOMOGO verwendet. Da lacht das Herz des ökologisch bewussten Läufers, denn nach 20-22 Jahre soll von der Sohle nicht mehr viel übrigt sein. Insgesamt verrichtet die Stützkombi eine gute Arbeit. Wer also wie ich leicht überproniert, dem kann ich den Racer ST 5 empfehlen.

Nach all dem Lob nun zwei kleine Kritikpunkte. Zum einen betrifft es die Schnürsenkel, zum anderen die Lasche. Die Senkel sind anfangs eine kleine haptische Herausforderung. “Normale” Senkel sind rundlich, liegen gut in der Hand und lassen sich gut schnüren. Die des Racers sind platt und vom Material recht fein, so dass das Binden einer Schleife “seltsam” von der Hand geht – wenigstens beim ersten und zweiten Mal. Dafür hält die Schleife aber umso besser und man braucht keinen Doppelknoten zu machen. Beim Triathlon ist es in der Wechselzone erfahrungsgemäß eher hektisch und ich denke, man könnte sich beim Schnüren schon mal “verheddern”. Damit es erst gar nicht soweit kommt, werde daher zu gegebener Zeit ein spezielles Schnürsystem einflechten. Nun zur Lasche: Die rutscht mit der Zeit ein Stück zur Außenseiten des Schuhes.  Besser wäre es, hätte man sie an der Schuhinnenseite fixiert. Denn rutscht die Lasche zu weit nach außen, könnte das unter Umständen irgendwann am Spann unangenehm werden. Nach meinem gestrigen 15km-Laufe habe ich jedoch noch nichts gemerkt. Es heißt also: Weiter testen!
Insgesamt bin ich von diesem Schuhe sehr angetan, und ich kann die erste Tempoläufe mit ihm kaum erwarten. Besonders freue ich mich, den ST 5 im Wettkampf  zu testen. Ich hoffe, er wird ein wenig Geduld mit mir haben.

Veröffentlicht von

Schwimmt, fährt Rad und läuft!

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Auf dem Weg zum Junkie – der Adrenaline 12 im Pretest | Grit ist fit

  2. Pingback: Racer ST 5 – Mit dir lauf ich überall hin | Grit ist fit

Hinterlasse eine Antwort


Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>