Morgenstund hat Speed…

… im Mund ist nicht wirklich passend – eher hat man Speed in den Beinen oder in den Schuhen. Egal. Heute Morgen hatte es meine Laufeinheit in jedem Fall in sich – Dauer: 49 Min. (nur) – 20 Min. warmlaufen, dann 2×10 Min. mit Speeeeeed bei 90-95% der MaxHF – Rest locker. Aber erst mal musste ich ja überhaupt aufstehen. Das ging ja mal gar nicht. Nur der Gedanke an die Einheit hat mich aus den Federn geholt…sagte sogar mein Freundin; just in dem Moment, als ich genau diesen Gedanken hatte. Ist ja unheimlich.

Raus aus den Plünn, rein in die Laufklamotte. Stirnlampe aufgesetzt, Endomondo und Pulsuhr initiiert und losgetrabt – und zwar ganz gemächlich. Es sollte ja noch anstrengend genug werden. Der Himmel über Hamburg zeigte sich aber von seiner besten Seite. Das machte das frühe Aufstehen wieder erträglicher.

Nach gut 20 Minuten zwang ich mich mal ein paar Gänge hochzuschalten. Ab ging die Post. Der Puls zog schnell auf die 80% vor, ein paar Minuten später war ich schon bei 90% dann bei 95%. Anfangs hatte ich noch das Gefühl ich könnte ne Schippe nachlegen, aber mir wurde klar, dass ich hinten heraus jedes Körnchen Energie benötigen würde – gegessen hatte ich vorher natürlich nicht. Die Beine waren ab Minuten 9 so dergestaltig schwer, dass ich die 2 Min. Pause kaum noch abwarten konnte. Puh! Erst mal durchschnaufen. Das war hart. Und es wurde nicht leichter.

Manchmal nerven ja Ampeln. Da kommt man angejoggt, und schon springt das Teil um auf rot und man muss blöd warten. Bei den zweiten 10 Minuten hab ich mich jedoch selten so über eine rote Ampel gefreut – nach 4 Minuten. Die Freude währte nicht lang. Der Puls, der im Begriff war, gerade runterzugehen, wurden stante pede gleich wieder auf Sollfrequenz getrimmt. Aber zum Glück ist der “Zeit” das Charakteristikum eigen, zu vergehen – die 10 Minuten waren dann auch irgendwann um. Viel mehr war auch nicht drin. Zu Hause angekommen, hätte ich mich liebend gerne für n Stündchen ins Bett gelegt, stattdessen mussten 5 Minuten auf der Isomatte reichen, bevor es unter die Dusche und dann zur Arbeit ging. Ich war allerdings beruhigt zu sehen, dass sich der Puls schnell wieder senkte. Ein gutes Zeichen, dass der Lauf keine temporären Schäden hinterlassen hatte.

War es auch noch so anstrengend, irgendwie hat es auch echt Spaß gemacht, sich morgens so zu quälen. Sicher wird es sich in der kommenden Saison positiv auswirken. Wie sagte aber schon Felix M.: Qualität kommt von Qual. Na denn…

Unterm Strich: 9,77km in knapp 50 Minuten. Das ist nicht wirklich flott. Aber die 2 Minuten Pause hab ich auch intensiv genutzt und bin lediglich “gegangen”. 2 Laps bin ich sub 4 Minuten gelaufen, Lap 8 und 9 immerhin noch Sub 5. Freu mich schon auf nächste Woche: Gleiche Stelle, gleiche Welle…und zwar mit Speeeeed.

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Schwimmt, fährt Rad und läuft!

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