Immer schön gegen den Wind. Trainingslager Fuerteventura

Jepp. Die ersten Tag auf Fuerteventura sind vorbei – echt anstrengende, was sage ich, sauanstrengende Tage. Wir haben hier wahrlich nicht gekleckert, sondern amtlich geklotzt. Vorweg, ein echtes Radparadies ist es nicht, wenngleich es trotzdem rockt mit den Jungs Kilometer zu schrubben. Es sind aber keine Komfort-Kilometer, sondern welche mit Qualität. Wer meint, hier einfach nur locker herumgurken zu können, sollte sich lieber nach einem anderen Trainingsrevier umschauen. Radeln auf Fuerteventura verdient das Prädikat “Nur für Fortgeschrittene geeignet” Warum? Das erzählt euch jetzt der Klaus…

Drei Faktoren sind dafür verantwortlich. Jeder für sich genommen mag nicht “kriegsentscheidend” sein, zusammen potenzieren sie sich zu einer echten Herausforderung. Da wäre zum einen der Asphalt, der stellenweise richtig rau ist und dadurch das Fahren nicht immer zu einem angenehmen Zeitvertreib macht. Zum anderen ist dann noch die Topographie; man sammelt gut und gerne auf 150km über 2000hm…mal so eben zwischendurch; es geht hier stetig rauf und runter, was die Beine allmählich schwer werden lässt. Zum Schluss setzt der Wind allem noch die Krone auf. Nomen et omen. Die Insel macht ihrem Namen alle Ehre…es windet permanent und das nicht zu knapp. Und das sieht das so aus: Unsere Base liegt in El Cortillo, im Norden. Wir fahren los in Richtung Antigua, wobei uns der Wind durch die Landschaft schiebt. Locker lässt man da die 60km/h auf dem Tacho stehen. Man ahnt, was kommt. War der Hinweg ein Traum, wird der Rückfahrt (fast) zur Tortur. Man hat bei solchen windigen Bedingungen – z.T. weht es hier mit 5-7 Bft. –  Mühen das Vorderrad in der Spur zu halten. Der Wind droht einen fast von der Strasse zu wehen. Noch besser wird es, wenn man dann auch noch leicht bergauf fahren muss. Dann heisst es einfach nur noch Zähne zusammenbeissen und D-R-UE-C-K-E-N!!!!

Kurz: Das sind hier Bedingungen, die den Charakter schulen. In Hamburg werde ich mich daher nie wieder über windige Bedingungen beschweren.

So viel zu den Rahmenbedingungen, jetzt ein kleiner Blick auf das bisherige Sportprogramm:

  • Tag 0: Ankunft, einkaufen und Gedöns.
  • Tag 1: lockerer Lauf an der Steilküste ca. 45min, am Nachmittag kurzes Einrollen nach Corralejo.
  • Tag 2: Rad – GA1, 4:45h, 122km und 1800hm
  • Tag 3: Rad – GA1, 5:45h, 154km und 2000hm
  • Tag 4: morgens 32min laufen, später Rad – GA1, 5:05h, 135km, 2050hm (Wind 6-7 Bft.)
  • Tag 5:  Ruhetag (Bodyboarden am Strand von El Cortillo)
  • Tag 6: Rad – GA1, 3:09h, 85km, 1000hm, im Anschluss 12km Koppellauf zum Leuchtturm von El Cortillo
  • Tag 7: Mit der Fähre nach Lanzarote, Rad – GA1 zum Club La Santa, 5:06h, 147km, 1400hm
  • Tag 8: Ruhetag
  • to be continued :)

Wer ein wenig mehr erfahren will, der kann unseren Tumblr besuchen. Bis dain…schön den Riemen auf die Orgel legen. 😉

So…und hier mal eine kleine Kostprobe, wie es so auf der Insel aussieht.


Ansonsten lässt es sich hier hervorragend aushalten. Wir bewohnen mit 7,5 Personen (6 Männer, 1 Frau und ein Kind) ein sehr endschönes Haus – liebevoll und vor allem top eingerichtet: 6 Schlafzimmer, eine grosse Küche, Wohnzimmer, einen hübschen Innenhof (Pazio), plus einem Whirlpool und einem riesen Garten, und das Ganze zu einem sehr fairen Preis. Wer sich unser Casa Rural mal genauer anschauen will, der kann dies auf der Website tun.

 

Veröffentlicht von

Schwimmt, fährt Rad und läuft!

Schreib einen Kommentar