Raceweek Challenge Roth – eine Bestandsaufnahme

Extrarunde

Es wird einem ja nichts geschenkt. Ist nicht Neues, aber ich musst es jetzt mal wieder 4 Tage vor meinem Saisonhighlight feststellen. Meine Vorbereitung für die Challenge lief ja seit Februar nicht wirklich optimal. Aber da war ich im letzten Jahr auch sehr verwöhnt. Besser ging es 2011 fast nicht. Egal, seit 2 Wochen ist Tapern angesagt – mein Training hab ich extrem reduziert – reduzieren müssen. Zum einen wegen der leichten Zerrung, zum anderen … naja, dazu komme ich gleich. Erstmal das Positive: Letztes Wochenende stand noch eine letzte “echte” Schwimmeinheit an: 32×100 Kraul GA1, gleichmäßige Geschwindigkeit. Das schwamm sie ziemlich easy – im Schnitt immer so um 1:25 – 1:30min. Puls war auch schön niedrig – passt. Meine Strategie für die 3,8km steht: Locker im 4er-Zug angehen und nach 2/3 der Strecke versuchen noch einen Schippe draufzulegen.

Jetzt zum Negative: Am Sonntag wollte ich dann noch mal schnell im Wettkampftmodus koppeln. Aber Pustekuchen – wenn man mit matschiger Birne aufwacht, sollte man tunlichst alles Anstrengende für den Tag streichen – auch wenn’s schwer fällt. Stattdessen hing ich den ganzen Tag mehr oder weniger gefrustet in der Bude ab und hab alternativ meine Steuererklärung angefertigt – im Recom-Bereich ;). Man, was für ein Mist. Schön noch auf der Zielgeraden nen Schnupfen eingesackt. Kann ja wohl nicht wahrsein. Wie viele Steine will man mir noch in den Weg rollen?

Heute, am Mittwoch sieht die Welt aber schon wieder besser aus. Der tägliche Doppelpack Nasendusche und Inhalation scheinen geholfen zu haben. Montag hatte ich noch Schonfrist, Dienstag saß ich aber schon wieder für n Stündchen auf dem Bock und heute Morgen gab’s als Horsd’œuvre einen akzentuierten 35min-Lauf. Der Körper will beschäftigt werden. So, aber bevor es wirklich ernst wird, ist es jetzt mal an der Zeit für eine Bestandsaufnahmen und Beantwortung der Fragen aller Fragen: Was ist am Sonntag drin? Persönliche Bestzeit? “Nur” Sub10h? Vielleicht nur finishen?

  • Seit dem 1.1. hab ich gute 223h Stunden Training auf mein Konto eingezahlt. 2011 waren es noch 250h.
  • 533km zu Fuß – Vorjahr 845km
  • 65km im Wasser – Vorjahr 90km
  • 3560km auf dem Rad – Vorjahr 3541km
  • 24h Stabi/Yoga  Vorjahr 12h Stabi

Gerade das Minus bei den Lauf-Km bereiten mit die größten Sorgen. Solche Umfänge reißt der ambitionierte Langdistanztriathlet in knappen 2 Monaten ab. Insgesamt sehen die nackten Zahlen schon mal nicht wirklich spitze aus. Trotz der kleinen gesundheitlichen Unzulänglichkeiten bin ich froh, dass ich doch relativ fit am Start stehe – immerhin hab ich aus einem dicken Trainingsblock heraus ganz ansehnlich im Hamburger Stadtpark performt. Und noch ein Trost:  die Erfahrungs-Zinsen. Die ergeben sich u.a. aus den Lebenskilometern, Wettkampferfahrung inkl. Krisenmanagement und Streckenerfahrung. Zudem hab ich mir am Wochenende meinen Blogartikel über die Roth-Analyse 2011 durchgelesen. Folgende Punkte habe ich mehr oder weniger bewusst verbessert:

  • Anreise – schon einen Tag früher.
  • Tapern – nach Gefühl.
  • Wettkampfverpflegung – Strategie  steht (muss nur noch umgesetzt werden).

Ich hege ja die Hoffung, dass die Zinsen irgendwo auf den 226km ausgeschüttet werden. Das plasmasche Orakel sagt mir sogra eine neue pers. Bestzeit voraus: 1h Schwimmen, 5h Rad, 3:30h Laufen. Das sehe ich ja noch nicht so. Aber es kann viel passieren. Und…mittlerweile steigt auch das Rennfieber. Das ist immer ein gutes Zeichen. Letztlich hab ich jetzt einfach nur noch Bock am Sonntag zu racen – mit Krisen, ohne Krisen, mit Bestzeit oder ohne Bestzeit – lieber wäre mir natürlich mit 😉 – aber das ist mit schon fast egal – um 6:40 Uhr geht’s los.

PS: Noch ein klitzekleines, ja fast unbedeutendes Detail am Rande: über 2.500 Einzelstarter gibt es in Roth, und ich stehe mit der Nummer #367 direkt neben meinem Freund (#366) und ärgsten Konkurrenten in der Wechselzone – das ist kein Zufall! Sondern die Vorzeichen zu einem harten aber grandiosen Tag. Wir werden unser Bestes tun, um unseren vielen Supportern einen Ironwar zu liefern: Mark “Kummerani” Allen vs. Dave “Argonrante” Scott.

Let the race begin!

CU @ the finishline. 

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Schwimmt, fährt Rad und läuft!

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