Challenge Roth 2012 – Pre-Race-Days

Logo

Das war’s also mal wieder – die Challenge Roth 2012 ist gefinisht. Nach einer Woche Urlaub komme ich jetzt endlich mal dazu meinen Rennbericht abzuliefern.

Nach vielen kleinen Problemen in der Vorbereitungszeit (ich habe ausführlich darüber berichtet) wusste ich nicht so recht, wo ich stehe. Das wichtige Vorbereitungsrennen in Hannover habe ich sogar wegen Kälte aufgeben müssen. Beim Tapering habe ich z.B. notgedrungen gefreestylt – und es war mehr eine aktive Ruhepause, als echtes Training.  Neben diesen Unzulänglichkeiten glaube ich, auch aus meinen Fehlern des letzten Jahres gelernt zu haben. Challenge Roth 2012 wurde so zu einer “langen” Wundertüte.

Anreise & Freitag
Sind meine Freundin und ich 2011 erst am späten Freitagnachmittag in Roth gestresst angekommen, haben wir uns entschlossen 2012 einen Tag früher anzureisen. Die Fahrt war aber trotzdem extrem unsexy. Kaum auf der Autobahn, erwartete uns auch gleich der Klassiker – Stau vorm Elbtunnel. Dichter Verkehr, Regengüsse, Gewitter und um 0:30 (!!) ein letzter Stau vor Nürnberg machten die Fahrt wieder mal zu einem echten Nerv-Event. Um 1:30 erreichten wir endlich das Ziel: Gasthof Weißes Lamm. Blöd: Leider hatten wir, wie schon im letzten Jahr, das Vergnügen die Geräuschkulisse der starkbefahrenen Strasse fast bei offenen Fenstern ungefiltert genießen zu dürfen. Egal. Wir waren einen Tag im Plus und konnten stressfrei den Freitag für die Rennvorbereitung nutzen. Mein Mit-Kombattant hatte sogar schon die Startunterlagen am Donnerstag abgeholt. Am Freitagmorgen war somit genug Zeit für ein relaxtes Frühstück und um über die Expo zu schlendern – Welcome to Triathlet’s Paradise. Am hübschen Rothsee gab’s Mittags nen Happen zu essen und am Nachmittag noch in der schwülen Hitze ein kurzer Lauf. Im Anschluss war dann noch ein wenig Zeit um Tour de France zu gucken; das ideale Narkotikum für ein Nickerchen. Denn…Ruhe ist neben der richtigen Ernährung das A und O in der finalen Phase vor einer solchen Belastung. Apropos Ernährung: Im Gegensatz zu 2011 habe ich in den letzten Tagen auch mehr auf wettkampfspezifische Befeuerung des Ofens geachtet: reichlich Kohlenhydrate, wenig Ballaststoffe, mehr Salz und viel Iso. Alkohol war an sich tabu – aber dem einen Hefe am Abend in geselliger Runde habe ich dann doch nicht widerstehen können.

Samstag
Der Samstag stand absolut im Zeichen des letzten Vorbereitungen, und die können sich endlos lang hinziehen. Nur kein Stress! Also, Bike checken – dabei noch einen stattlichen Riss im Mantel entdeckt, kurze Probefahrt – wegen der neuen Pedalen, war das auch mehr als angebracht gewesen und schließlich Bike in der Wechselzone einchecken. Das war’s dann auch schon. Jetzt hieß es nur noch: Rennfieber aufkommen lassen, sich auf den Tag X freuen und Nervosität eindämmen. Tatsächlich war ich sehr relaxt. Ich hatte den Umständen entsprechend gut trainiert, kannte die Strecke und hatte mir im Vergleich zu 2011 eine bessere Ernährungsstrategie zurecht gelegt. Was sollte da noch schiefgehen? An sich nicht viel! Zeit sich Abzulenken. Ab auf die Expo, ein letztes Mal Pre-Race-Atmosphäre aufsaugen, noch kurz eine kleine Portion Nudeln mit Putenfleisch inhaliert und zurück ins Hotel entspannen. Das Abendmahl fiel sehr spartanisch aus: Spaghetti mit Butter und Salz und zum Schluss ein Schlummer-Hefe. Die Support erbekamen von uns letzte Instruktionen, dann ging’s ins Bett – irgendwie noch eine Mütze Schlaf bekommen, bevor der Wecker um 03:45 klingelt. Ich befinde mich da immer in einer Halb-Tief-Schlummer-Wachphase – eben von allem etwas. Aber letztlich ist es egal, wie viel man pennen kann. Denn mit dem Aufstehen und dem ersten Kaffee in Kombination mit dem aufkommend Rennfieber ist die Müdigkeit schnell verfolgen. It’s time to race. 

Veröffentlicht von

Schwimmt, fährt Rad und läuft!

Schreib einen Kommentar