SportApps – Die nächste Runde: RunKeeper vs. SportyPal

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So jetzt ist mal Zeit für den 2. Teil meines Tests. Aber was noch gleich der Ausgangspunkt? SportApps, achja! Und davon gibt es relative viele, und können im Gegensatz zu teuren GPS-Uhren eine günstige Alternative zum Tracken des Laufes oder anderer Aktivitäten sein. Daher habe ich vor Monaten angefangen, mir einen Überblick zu verschaffen und ein paar Apps zu testen. Leider drohte dieses Projekt in Vergessenheit zu geraten. Grund: fast 2 Monate Laufpause, viel zu tun auf der Arbeit und Urlaub, dann Challenge Roth und dann wieder viel auf der Arbeit zu tun…und dann ist da auch noch Olympia – kurz: Irgendwas ist ja immer ;). Aber ich komme trotzdem endlich mal dazu die zwei weitere Apps vorzustellen: SportyPal und RunKeeper. An sich war anstelle von Runkeeper der Smartrunner vorgesehen, doch bin ich beim Runkeeper frisch in der Materie, so dass diese App den Vorzug bekommen hat.  Nun denn… .

Für welche Systeme?

SportyPal und RunKepper sind für eine ganze Reihe von Betriebssystemen verfügbar – in ihrer Funktionalität aber sehr unterschiedlich.

  • SportyPal: Android, iOS, Windows mobile, Blackberry und Java Micro Edition (für zahlreiche Nokia, SonyEricsson, LG und Samsung Geräte)
  • RunKeeper: iPhone, Android, Windows Phone 7

Installation

Über die Installation muss man sich keine Gedanken machen. Einfach aus dem Appstore runterladen und auf seinem Gerät installieren. Bei Sportypal wird die Registrierung in einem Abwasch mit der Eingabe der persönlichen Daten erledigt. Einfach Email eingeben – fertig. Um später seine Aktivitäten zu analysieren, muss man sich auf Sportypal.com registrieren. Auch bei RunKeeper benötigt man nur eine Mailadresse. Eine Verknüpfung zu Facebook kann man später hergestellt werden.

Einstellungen & Features 

Komme ich nun zum spannenden Teil des Tests: Auf welchen Feature kann ich als Nutzer zugreifen?

SportyPal:  Auf den Konfigurationsprozess muss ich nicht weiter eingehen – siehe oben. Sonst ist das Angebot sehr mau! Erst in der Pro-Version wird es richtig interessant und es stehen einem Optionen zur Verfügung wie: autom. Stop/Start, akustische Ansage von Zeit/Distanz etc. 30 Tage kann man die Pro-Version gratis testen.

RunKeeper: Die Featureliste zeigt sich ähnlich umfangreich wie bei Endomondo. Von den persönlichen Angaben wie Geschlecht, Größe und Gewicht einmal abgesehen gibt es noch eine Menge mehr – z.B. die Audio Cues. Wie bei Endomondo auch kann man sich während eines Laufes mit Zwischenzeiten “beschallen” lassen; nur noch viel umfangreicher. Der Athlet hat die Auswahl zwischen Time oder Distance Trigger. Dickes Plus: Man kann hier einstellen, ob und wenn ja in welchen zeitlichen Abständen oder ob nach zurückgelegten Strecke eine Ansage ertönen soll. Weiterhin kann man noch die Art der Infos kombinieren: Time + Distance + avg. Pace/Speed oder  Time + avg. Speed + avg. Heart Rate (sofern man einen kompatiblen Brustgurt hat) – und es gibt noch eine Vielzahl anderer Optionen. Ein kleines aber nettes Detail dabei: die Stimme ist besser verständlich und auch “more sexy”, da nicht so mechanisch, wie bei Endomondo. Ferner gibt es einen Countdown, Auto-Stop und nat. die Möglichkeit seine Workouts auf Twitter und Facebook zu sharen. Das Feature RunKeeper-Live gibt es leider nur in der Elite-Version. Damit kann man den Athleten virtuell am Rechner begleiten, sofern er diese Funktion aktiviert hat.

Das Workout

Ok. Die Rahmenbedingungen sind definiert. Los geht’s. SportyPal findet das GPS-Signal schnell. RunKeeper benötigt ein paar Anläufe. Ob es an meinem Gerät (HTC Legend) liegt, kann ich nicht sagen. Bisher haben alle Lauf-Apps umgehend Kontakt zu Satelliten aufgenommen. Entscheidend ist aber, dass die Apps das Signal nicht unterwegs verliert. Das passierte bisher fast nie. Nur im z.T. dicht bewaldeten Niendorfer Gehege bekomme ich an manchen Stellen die Meldung “Acitvity paused!”, aber gleich darauf und ohne mein Zutun wird sie weiter aufgezeichnet. SportyPal bleibt stumm. Wer will kann man unterwegs einen Blick aus Display werfen. Das bringt mich persönlich aber aus dem Rhythmus und verzichte darauf. Bei beide Apps lassen sich unterwegs die Aufzeichnungen manuell pausieren – braucht man an sich nicht, da es die Autostopp-Funktion auch tut. Wer es auf die Sekunde genau sein Workout aufzeichnen will, der kann nat. “Pause” drücken.

Upload & Auswertung des Workouts

Der Upload stellt sich sowohl bei SportyPal, als auch bei RunKeeper als unprätentiös dar. Bei SportyPal wird das Workout gestoppt, hochgeladen – fertig. Runkeeper offeriert dem User noch die Option einen Kommentar einzufügen, der dann auf Facebook, Twitter und auf dem RunKeeper Web-Profil erscheint. Eine Analyse des Trainings erlaubt Runkeeper nur eingeschränkt. Zu sehen bekommt der User nur die zurückgelegte Strecke, Dauer, Kalorien, eine Kartenansicht mit Pins je Kilometer und die avg. Geschwindigkeit, aber leider nicht die Kilometersplits. Endomono zeigt sie an. Und was zeigt SportyPal?  Sehr übersichtlich und optisch einwandfrei bietet SportyPal eine Zusammenfassung der Aktivitäten – verteilt auf drei Reiter. Screen 1 zeigt alle wichtigen Daten: Datum, Anfangszeit, Aktivitätstyp, dann folgt die Statistik: benötigte Zeit, Distanz, avg. Speed (Km/h) und umgerechnet die avg. Pace (min/km) und die potentiell verbrauchten Kalorien. Screen 2 zeigt die Strecke auf einer Karte und im dritten Screen findet man eine nicht ganz nachvollziehbare Geschwindigkeitskurve.

SportyPal geht hier klar als Sieger hervor.#

Fazit

Technisch und grafisch ist Sportypal in der Pro Version sicher n Bank. Die Gratis-Version bietet leider nicht viel – muss sie ja auch nicht, schließlich kostet sie nichts. Runkeeper ist mit seinen recht umfangreichen Funktionen (bis auf die Aktivitätsauswertung)  mein klarer Favorite – sogar noch vor Endomondo. Ich finde die Stimme von Runkeeper einfach angenehmer, weil menschlicher. Endomondo wirkt leider sehr mechanisch. Vielleicht gibt es ja Soundfiles, mit denen man dieses Banko ausgleichen könnte. Ich würde mir gerne von einer kleinen Französin (Schöfferhofer Weizen) meine Splitzeiten ansagen lassen: Oh wow. Du ‘ast zurückgelegt 5km/’a.  Uuund warst rischtig schnell. Bravo! 😉

So. Das war’s mit diesen beiden Kandidaten. In der nächsten Review schreibe ich meine Erfahrung mit runstar und smartrunner. Das ist auch ein wirklich guter Grund, um mal wieder laufen zu sehen. Seit der Challenge Roth war ich nur ein einziges Mal unterwegs. Gerade fehlt mir ein wenig die Motivation.

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Schwimmt, fährt Rad und läuft!

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