100 Pushups – Der Kosakenzipfel des Krafttrainings

100 Liegestütze.de

Marathon? Checked! Mit dem Rad über die Alpen? Checked? Ironman? Checked! Das Ganze auch noch unter 10h? Ebenfalls abgehakt! 100 Liegestütze? Nope! Bestmarke: 30+. Aha, da gibt es also etwas, was noch zu tun wäre! 100 Liegestütze: Das klingt hart und deshalb gut; nach einem Husarenritt auf dem heimischen Fußboden, nach dem Kosakenzipfel des Krafttraining. Stellt sich nur die Frage: Warum trainiert man sich die Arme krumm, nur damit man sagen kann: 100 Liegestütze? Kein Problem! Ganz einfach: Weil man’s kann ;). Und 100 Liegestütze.de ist dabei behilflich.

Und so geht’s!
Das Ganze startet mit einem Leistungstest – todesviele Liegestütze am Stück. Tipp: Für den Rest des Tages sollte man tunlichst keine feinmotorische Arbeiten auf der Agenda haben. Selbst so Alltägliches wie Zähneputzen wird zu einer Herausforderung. Nach ein paar Tagen Pause wartete gleich “Woche 3” mit einem knochenharten Workout auf mich. Nach 4-6 Wochen, so der Plan, soll’s man dann schaffen. Die einzelnen Einheiten sind immer noch dem gleichen Schema aufgebaut: 5 Sätze à X Liegestützen und Y-langen Pausen. z.B.

Woche 1 bzw. 3:
Tag 1: 14-18-14-14-max (min. 20) Pause: 60
Tag 2: 20-25-15-15-max (min. 25) Pause: 90
Tag 3: 22-30-20-20-max (min. 28) Pause: 120

Rückblickend muss ich sagen, Woche 3 ist n Kindergeburtstag gegen das, was später kommt. In Woche 4 werden schon andere Saiten aufgezogen. Die Pause musste ich z.T. etwas variabler sprich länger gestalten ;).

Woche 2 bzw. 4
Tag 1: 21-25-21-21-max (min. 32) Pause: 60
Tag 2: 25-29-25-25-max (min. 36) Pause: 90
Tag 3: 29-33-29-29-max (min. 40) Pause: 120

…und so weiter

Dann folgte eigentlich wieder ein Test, den ich geflissentlich übersehen hatte. Also gleich mal über Los gezogen… Mit Ach und Krach hab ich die 5 Woche überlebt. Ein weiterer Leistungstest sollte mir Feedback geben und fiel sehr ernüchternd aus. Motiviert legte ich los. Das Folgende lässt sich mit dem Bonmot “Stark angefangen, stark nachgelassen!” wohl am besten zusammenfassen. 50 Stück konnte ich mir auf die Pappe schreiben – gerade so eben und viel zu wenig, denn 60 wären Trumpf gewesen.  Statt mich wieder mit der 5. Woche herumzuprügeln, fing ich bei Woche 3 wieder an.

Aktuell stütze ich mich durch die 5. Woche und hab den ersten Tag schon gleich mal wiederholt. Diesmal werde ich das Ding aber bis zum bitteren Ende durchziehen.

Fazit: Für den kleinen Sportspaß zwischendurch ist das Programm eine nette Sache. Man sollte sich aber nichts vormachen und vor allem nicht entmutigen lassen. 100 Liegestütze: Das ist eine harte Nummer und der Weg dorthin kalt, hart und unbarmherzig.

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Schwimmt, fährt Rad und läuft!

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Ich bin auch gerade dabei. Ab und zu sehr zur Freude meiner Frau, wenn ich den letzten Stütz nicht mehr hochbekomme und mich flach auf dem Boden liegend seitlich wegrolle und seitlich versuche zu erheben.
    Es ist wahrlich hart. Aber wie du sagst: für die (sinnvolle) Abwechslung zwischendurch gut geeignet.
    PS.: Es gibt da auch noch Situps, Kniebeuge und Klimmzüge 😉

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