SleepBot – Datengrüße aus dem Schlummerland

SleepBot

Screenshot: Google Play

So. Hier nun meine erste Review als QS-Newbie zu einem menschheitsbewegenden Thema: Schlaf!

Für mich steigert ein gesunder Schlaf die persönliche Lebensqualität ungemein. Schlafe ich nicht gut, ist der Tag so gut wie gelaufen. Schläft man selten gut, sollte man sich mal Gedanken machen, ob man nicht an Hyposomnie – als Schlafstörungen leidet. Da empfiehlt es sich einen Arzt konsultieren. Als “Erste Hilfe” tut es vielleicht auch schon eine App, mit der man seinen Schlaf aufzeichnet. Zum Glück habe ich keine solche Schlafprobleme und mal ne schlechte Nacht zählt ja nicht dazu. Trotzdem möchte ich mehr über mich…mehr über meinen Schlaf, meine Schlafgewohnheiten erfahren. Auf der Suche nach einer geeigneten App im Google Play Store bin ich auf SleepBot gestoßen.

SleepBot

“A truly simple way to track and improve your sleep. SleepBot fits seamlessly into your everday life so you can manage your sleep in no time!” Soweit das vollmundige Versprechen dem Nutzer zu einem bessern Schlaf zu verhelfen. Die App ist kostenlos, hat ein ganz ansehnliches Design und ein nettes GUI.

Und so geht’s.

Das Ziel ist klar: Den Schlaf überwachen und wenn möglich verbessern – gesetzt den Fall, es gibt etwas zu verbessern. Um das herauszufinden, muss ich zum einen wissen wie viel Schlaf für mich optimal ist und ich muss wissen was mein Schlafverhalten beeinträchtigt. Das kann Vieles sein: Geräusche oder Bewegungen, die man bspw. selbst oder andere produzieren: Schnarchen, Husten, Wühlen, Schlafwandeln etc. Meine ganz persönlichen idealen Schlafdauer habe ich willkürlich bei 7,5h angesetzt

Ein weiterer Einstellungsparameter ist das Einstempel-Offset – die Zeit, die ich nach dem Drücken des Sleep-Buttons benötige, bis ich eingeschlafen bin – zwischen 0min und 2h kann man hier in groben Schritten seinen Favoriten wählen. Ich gebe mich jovial und meine, dass 30min eine annehmbare Zeit ist. Auch wenn dieses Merkmal ein wenig grob gestrickt erscheint, denke ich, dass die Macher das Problem mit dem Startzeitpunkt galant gelöst haben. Ebenfalls gelungen finde ich, dass die App bei Bedarf alle Sende-und Empfangsaktivitäten des Smartphones für die Dauer des Schlafs deaktivieren. So setzt man sich keiner Strahlung aus.

Außer meine Schlafdauer, trackt die App auch noch Bewegungen und Geräusche. Als Kurven- (Bewegung) und Balkendiagram (Geräusche) werden sie später angezeigt. Das Soundfile kann man sich nachher sogar anhören. Gestartet wird die Messung einfach mit einer Berührung des Button auf dem Display. Gestoppt wird sie auf gleiche Weise. Der Schlaf erscheint als  Zusammenfassung, die man noch anhand einer Skala (1-5) bewerten kann. Mit der zusätzlichen Notizfunktion können Bemerkungen hinzufügen.

Weckfunktion

Der SleepBot ermöglich es dem Nutzer neben des Trackings, sich auch wecken zu lassen. Einfach ein beliebiges Soundfile, das das Aufwachen versüßen soll, auswählen. In Schlafstudien hat sich herauskristallisiert, dass man bessern in den Tag startet, wenn man zu bestimmten Phasen mit einer langsam ansteigenden Lautstärke des Wecktons aus dem Schlummerland geholt wird. Ich hab bisher zwei, drei Versuche gestartet die App entsprechend zu konfigurieren – jedesmal ein Reinfall. Statt mich mit sanften Gezwitscher digitaler Vögel zu wecken, quietschte mir das Federvieh von Anfang an mit voller Kraft ins Ohr, dass selbst mein Kater fast vom Bett fiel. Liegt sicher an mit. Es scheint, ich muss tiefer in diese Materie einsteigen.

Auswertung

Meine Daten stellt mir die App als Grafiken übersichtlich zur Verfügung. Dazu stehen mir zum einen ein tabellarische Auflistung sämtlicher Tracks zur Verfügung. Zum anderen kann ich mir die Daten anhand eines Kurvenverlaufs anschauen – nicht nur in der App, sondern auch auf der Website. Die befindet sich übrigens noch in der Betaphase.

SleepBot Helpdesk

SleepBot hält neben den Aufzeichnungs- und Auswertungsfunktionen auch ein kleines Helpdesk für den Nutzer bereit. Dort findet man neben einem Manual, auch umfangreich Tipps bereit für einen besseren Schlaf oder wie man länger wach bleibt: darunter Ernährungs- und Aktivitätsstrategien, aber es wird einem auch Vorschläge gemacht, was man unbedingt am Bett deponieren sollte, z.B. Post-its, für den Fall, dass einem kurz vor dem Einschlafen etwas Wichtiges, Kreatives etc. einfallen sollte. Die Idee kann so umgehend festgehalten werden, ohne dass man aufstehen muss, was sich kontraproduktiv aufs Einschlafen auswirkt. 

Fazit

Die App kommt übersichtlich und mit einer guten Usability um die Ecke und läuft stabil auf meinem Gerät (Sony Xperia Z). Mit ihr bekommt man einen guten Über- und Einblick auf seine Schlafinsights. Sie macht was sie soll, nicht mehr aber auch nicht weniger. Zu bemängeln hab ich nicht wirklich was. Wenn ich jetzt nur noch den Wecker zum Laufen bekommen, werde ich die App für einen weiteren Zweck einsetzen – mich sanft aus dem Schlaf in den Tag zu holen.

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Schwimmt, fährt Rad und läuft!

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Diese App benutze ich, aber irgendwie hilft es nicht so richtig für die Tag gut munter zu sein. Muss man die normale Wecker ausschalten? Also ich teste des jetzt mit ausgeschalte Wecker und habe bei SleepBot den Wecker aktiv. Vielleicht sollte ich ein andere Sound suchen die mir besser zum aufwecken und für’s startklar bringen sollte zu sagen gutes aufwecken. Daran gebe ich nicht auf daran an Tests. Diagramm ganz gut, ob wohl ich mit Diagramm noch nicht 100% auskenne. Aber die App ist nicht schlecht. Wenn es endlich funktioniert das ich gut wach werde, werde ich mal möglicherweise an die andere Leute weiter empfehlen.

    • Naja, so richtig helfen, in einer Leichtschlafphase geweckt zu werden, wird Dir die App dabei leider nicht. Das Erwischen des richtigen Weck-Moments ist ja ein ganz wesentlicher Faktor, um gut aus dem Bett zu kommen. Wird man bspw. in einer Leichtschlafphase nach 5 Stunden geweckt, kann es sein, dass man wacher und ausgeruhter ist, als wenn man bspw. nach 7 Stunden Schlaf in einer Tiefschlafphase geweckt wird. WICHTIG: Die Hirnströme müssen dafür erfasst werden. Das tut die App ja nicht. Daher eignet sie sich für solche Dinge nicht. Leider verfügt Sleepbot auch nicht über einen “sanften Wecker”, bei dem die Lautstärke des Wecktons sanft ansteigt. Das würde in deine Richtung gegen. Letztlich benutzte ich Sleepbot nur als eine Art Schlaftagebuch.
      Es gibt allerdings Apps, die sich die schlafphasenspezifische Bewegungsintensität zu eigen machen…bzw, es versuchen. Für gewöhnlich bewegt man sich in der Tiefschlafphase wenig, hingegen in der Leichtschlafphase relativ viel. Dies registriert ein Senor des Smartphones, das auf der Matratze liegt und weckt den Schlafenden in der entsprechenden Schlafphase. Ob das klappt, weiß ich nicht. Hab’s nie ausprobiert. Hier gibt’s den Sleep Cycle Alarm für iPhone und hier den für Android. Berichte mal von deinen Erfahrungen. Würde mich interessieren.

  2. Hallo habe den sleepbot aisprobiert kann aber die geräusche nicht abhören kann mir jemand erklären wie das genau finktioniert vielen dank

    • Wenn du Sleepbot startest und dir das Diagramm anzeigen lässt, musst du einfach auf die Ausschläge klicken und achte darauf, dass du den Ton auch eingeschaltet hast 😉

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