Kurzmeldungen: Von Reissäcken und dicken Krawatten

War was? Ja, denn irgendwas ist ja immer. So ist im Hause Ullrich ein Sack Reis umgefallen. “Uns Ulle” bestätigt mit seinem Salami-Geständnis, dass er Blutdoping betrieben hat. Das zieht nicht gerade die Wurst vom Teller. Mensch, Ulle. Kommst nun auch mal endlich aus dem Quark. Was ist denn bloß so schwer daran, das Unleugbare endlich mal auf den Tisch zu legen. Und auch jetzt wieder muss man ihm alles aus der Nase ziehen. 1997 als die (Radsport)Welt noch in Ordnung war und jeder mit Blut so dick wie Sirup in die Pedale treten durfte, warst Du mein Vorbild – so anmutig und kraftvoll hast Du, der sommersprossige Jungspund den Ritzel-Olymp erklommen (um nun mit fliegenden Fahnen unterzugehen.). Aber wahre Größe offenbart sich dann doch erst an anderer Stelle – nämlich dann, wenn man imstande ist, Fehler und Schwäche einzugestehen.

Es fällt auf, dass Ulle in den letzten Wochen versucht hat, immer mal ein Plätzchen in den Gazetten zu ergattert. Erst Mitte Juni attackierte er Armstrong heftig. Er habe dem Radsport einen schweren Schaden zugefügt. Und weiter: Ich gönne niemandem etwas Schlechtes, auch Lance nicht. Aber ich habe immer gesagt. Lance wird nicht davonkommen. Der liebe Gott richtet alles. Ausgerechnet er. Putzig, oder? Es klingt für mich, wie die Trotzreaktion eine Stars, der keiner mehr sein darf. Der mit einem infantilen “Trotzdem” oder “Er hat aber auch…” versucht, noch mal ein Quentchen Aufmerksamkeit zu erhaschen, was ihm ja auch irgendwie gelingt; wenigsten für kurze Zeit. Und Armstrong? Na, startet nach den “Ullrich-Confessions” auf Twitter eine gänzlich untexanischen Charmeoffensive:

Bildschirmfoto 2013-06-23 um 23.21.44 (…und hat in dieser Sekunde wieder die Nase vorn.) Ich mag den Big-Tex nicht sonderlich gerne, aber etwas Besseres hätte er nicht schreiben können. Es klingt sogar ein wenig mittleidig. Tja, wieder mal angehängt, Ulle. Vielleicht ist das auch einfach ein abgekartetes Spiel der zwei alten Herren, um ihren TdF-Duellen eine neue Heimat zu geben…und um nicht ganz in Vergessenheit zu geraten. Dem kann man aber an sich nur mit einer gewissen Gleichgültigkeit begegnet und Jens Voigt brachte es auch auf den Punkt: Die Ulle-Geschichte ist doch ein alter Hut! Oder hat man irgendetwas erfahren, was neu ist? Da haben wir den Sack Reis.

Und sonst? In Hamburg würde ich, wenn ich könnte mal wieder den 2Rad-Notstand ausrufen. Zwei Mal mit dem Rad ins Büro und zwei mal son’ne Krawatte gehabt. 1. Ampelschaltung wie immer mies. 2. Jedes Mal, wenn ich durchs Grindelviertel an den Uni fahren, nehmen mir Radfahrer die Vorfahrt. Bitte, kauft euch ein Verkehrshandbuch oder googelt nach Verkehrszeichen. Das umgedrehte weiß-rote Dreieck steht nicht nur an bestimmten Stellen, weil die Stadtverwaltung zu viele davon im Keller hatte und sie nicht wusste wohin damit. Nein! Es heißt Vorfahrt gewähren! Man man man. Nächstes Mal fahre ich einfach rein.

Und sonst? Ich müsste mal wieder mehr trainieren. Immerhin höre ich den nächsten Wettkampf schon rufen: Elbe-Triathlon am 14.7. Jaja, ich komme ja schon. Aber jetzt erstmal in die Pofe. Und morgen gibt’s Reis, Baby.

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Schwimmt, fährt Rad und läuft!

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