Großer Sport: Der Tide Runners MIDNIGHT HALF

©Tiderunners Hamburg

“Dindong” – Mein Gmail-Postfach gibt Laut. Aha. Eine Mail von Brooks. Ob ich nicht Lust hätte bei einem ungewöhnlichen Lauf in Hamburg mitzumachen: beim MIDNIGHT HALF der TIDE RUNNERS – eine kleine, feine Veranstaltung, initiiert von einem Zusammenschluss Hamburger Laufenthusiasten, bei denen der Spaß und nicht die Zielzeit im Vordergrund steht. (Anm. d. Red. Trotzdem gibt’s da flotte (schnelle) Jungs und Deerns.)

Die Eckdaten: 21.02. Start um 23 Uhr. Länge: 21.1km mit Sightseeing-Charakter. Die Teilnehmerzahl sei limitiert, es gäbe Bier und ich könne auch in Begleitung kommen. Och, das klingt doch nach Spaß. Warum denn nicht; und daher gleich meine Zusage gegeben – auch wenn ich am nächsten Tag am Start des vorletzten Laufs der Bramfelder Winterlaufserie stehen wollte. Das wird ein gutes, ein hartes Stück Arbeit. Und in der Tat war das, das härteste Trainingswochenende was ich seit langem haben sollte. Aber zurück zum MIDNIGHT HALF.

23 Uhr ist ja nicht so meine Zeit für sportliche Aktivitäten. Da liege ich in der Regel schon auf der Couch und gucke Sport, mache aber keinen. Aber irgendwann ist ja immer das erste Mal. Also…Auf! Auf! Die müden Glieder ins Auto gewuchtet und ab nach St. Pauli – zusammen mit meiner Schwester. Die Location haben wir nach ein paar Anläufen auch gefunden – direkt an der Hafenstraße. Schön blind :), aber wir waren nicht die einzigen Nachteulen, die suchen mussten. Drin wurde schon ordentlich gewuselt. Kurz akkreditiert, ein Bier zur Stärkung getrunken und der Wettkampfbesprechung gelauscht. Startschuss: pünktlich um 23 Uhr.

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Die Strecke war ein Traum, auch wenn man stellenweise sprichwörtlich im Dunkeln tappte: Es ging die Elbe flussabwärts bis zur “Strandperle” dann zurück in Richtung City; immer an der Elbe entlang. Am Fischmarkt die erste Verpflegungsstation:  Schnaps oder 20 Squats. Als Sportmann, der ich ja nun bin, hab ich mich natürlich für den Doppelpack entschieden. Weiter ging’s in Richtung Michel. Mittlerweile haben wir uns zu einer netten Gruppe zusammengefunden, um den Rest der Strecke zu bewältigen. Nach dem Michel folgte die Hafencity, dann führte uns der Weg in die Innenstadt, zur zweiten Verpflegungsstation. Der Wodka-Red Bull war jetzt bei KM 15 deutlich einfacher zu bewältigen, als die 20 Squats. Aber egal: Zusätzliches Training macht hart.

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Nun folgte der lustigste Teil des Abends: Pünktlich zur Party-Primetime, führte der Lauf über die sündigeste Meile der Welt: Laufverrückte vs. Saufverrückte. Highlight hier: der kurze Marsch über die große Freiheit.

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Langsam spürte ich meine Füße. So lange Strecken haben sie schon ewig nicht mehr zu spüren bekommen. Die letzten Kilometer; vorbei an bier- und weinseligen Partypeople meiner Heimatstadt. Geschafft! Applaus, glückliche Gesichter & müde Beine. Die Zeit? Spielt keine Rolle. High 5 mit meiner Schwester, die ihren ersten und wirklich besonderen “Halben” mit Bravur bestanden hat.

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Das Buffet war immer noch gut in Schuss und der Füssigkeitshaushalt wurde sogleich mit einem Erdinger (erst mal alkoholfrei) wieder auf Vordermann gebracht. Zweiter Gang: n Astra-Knolle. Obligatorisch bei einem “Wettlauf” ist die Siegerehrung. Schicke Preise von Brooks fanden neue Besitzer. Zum Abschluss noch ein Gruppenfoto. Ein Blick auf meine Uhr sagt mir unmissverständlich, dass es ein sehr, sehr kurze Nacht werden sollte: 2 Uhr! Zeit die Pferde zu satteln. Am nächsten Morgen stand der nächste Lauf auf dem Programm: 15km beim Bramfelder Winterlauf.

Zum Schluss: Liebe Tide Runners, das war ganz großartig, was ihr da auf die Beine gestellt habt. Ihr seid ein schwer sympathischer Haufen. Und vielen Dank auch an Brooks, die mich darauf aufmerksam gemacht haben. Ich bin das nächste Mal definitiv wieder dabei.

Jesus sagt…

Jesus sagt…

Run happy.

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Schwimmt, fährt Rad und läuft!

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