Maratona dles Dolomites 2015 – Der Prolog

Passo Campolongo, Passo Pordoi, Passo Sella, Passo Giau. Klangvolle Namen vereint in einem Event, der jedem Radfahrer, der Berge liebt, Gänsehaut bereitet und Tränen in die Augen treibt. Das ist der Maratona dles Dolomites. Schon lange ist es nicht mit einer schnöden Anmeldung getan. Nein. Man muss hoffen, dass einem Fortuna wohl gesonnen ist. Und sie war es dieses Jahr. Mein bester Freund war so frei, uns Ende 2014 einfach mal anzumelden. Tage später erhielten wir die Nachricht: Ihr seid dabei. Geil!

Am Freitag (3.7.) ging für mich die Reise schon sehr früh los. Erste Etappe: Mit dem ICE um 5:55 nach Garmisch. Dann im Camper weiter ins drei Stunden entfernte, schöne Alta Badia, genauer gesagt nach St. Cassiano auf einen wunderschönen Campingplatz, direkt unter einem imposanten Massiv.

Als plitsche Jungs, die wir ja sind, haben wir einen Abstechr nach La Villa ins Getümmeln unternommen, um uns zu akkreditieren. Für das Geld wird einem wirklich was geboten: perfekte Orga, eine von Anfang an gänsehautige Atmosphäre und ein prall gefüllter Startbeutel (das offizielle Climber’s Jersey und die passende Weste, sowie eine kleine Flasche Prosecco etc. ). Apropos Atmosphäre: Als Triathlet habe ich einen ganz besonderen Blick auf Sportveranstaltungen. Aber dazu mehr ;).

Nachdem wir noch ein wenig Radsport-Luft geschnuppert und unsere Trikots getauscht hatten, ging’s weiter zu unserem Campingplatz – in über 1.600 Meter Höhe. Dort kann es empfindlich kalt werden – nur so zur Info.

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Unser Stellplatz erwies sich am nächsten Morgen sogar noch besser als erwartet. Während des Frühstücks bekamen wir einen Vorgeschmack auf das, was uns noch erwarten würde – in 70m Entfernung kurbelte sich Radfahrer für Radfahrer den Anstieg zum Passo Valparola hoch. Die Stimmung war mehr als anstecken: singende Radler, italienische Pedalisten mit freiem Oberkörper (Cippo lässt grüßen) usw. Sensationell.

Gegen Mittag, nach einem Reifenwechsel, dann endlich unserem Warmup. Meine Fresse war das warm. Wir entschieden uns über Corvara den Passo Campolongo zu nehmen, um dann nach einer kleinen Rast (stilecht bei Cappuccio + Sandwich), über Andraz die beiden Pässe Passo Falzarego und Passo Valparola zu erklimmen und unsere Beine zu testen.

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Zwischenzeitlich waren wir uns nicht ganz so sicher, ob das tatsächlich eine so tolle Idee gewesen ist. Warmup ja, aber nicht so „warm“, dass wir mit schweren Beinen am Sonntag am Start stehen. Im Nachhinein haben wir alles richtig gemacht.

Demnächst geht’s weiter…

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Schwimmt, fährt Rad und läuft!

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