Projekt Sub3: Husten, wir haben ein Problem!

Wie schaut’s eigentlich an der Projekt Sub3-Front aus?

Ich könnte jetzt in einen hysterischen Zustand zwischen Lachen und Weinen verfallen. Aber besser ich verhalte mich ruhig, denn manche Dinge kann man eben nicht ändern. Einfach lächeln und winken. Lächeln und winken.

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Der letzte Formtest am 20.03. war dabei so vielversprechend: Trotz einer hektischen Anreise mit dem MTB, hatte ich nach 20k eine avg. Pace von 4:05 Min/Km stehen. Für Ostern lag bereits ein netter Plan in der Schublade, mit dem ich mir den letzten Schliff geholt hätte. Doch schon die ganze Woche zwischen Winterlauf und Ostern hatte ich das Gefühl etwas auszubrüten. Am Ostersonntag bin ich dann auch förmlich implodiert. Angefangen mit einer leichten „Schnoddernase“; am Abend dann mit „Schüttelforst“ im Joggingdress und drei Decken in die Embryonalstellung begeben. Den Montag hab ich zu 99,7% in der Horizontalen verbracht. Status: Man down! Diagnose am Dienstag: Virusinfekt.

So langsam sind die Wunden jedoch geleckt und es heißt: „Nach vorne schauen!“ Aber sind wir mal ehrlich, was ist am Horizont zu sehen? Ich hab jetzt noch genau 10 Tage Zeit, ein wenig an meiner Form zu schnitzen. Sub3 scheint außer Reichweite. Zeit, sich einmal die Karten zu legen.

  1. Der Samurai
    Das ist die Kamikaze-Option. Ich fasse mir ans Herz, nehme die Beine in die Hand und setze alles auf Sieg. Das Ziel bleib Sub3 – also mindestens eine 2:59:59h. Entweder ich komme durch, oder ich gehe mit wehenden Fahnen unter – quasi Turnschuh-Seppuku.

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Voraussetzungen für ein Gelingen: Ein wahnsinnig guter Tag. Verdammt dicke Eier in der Hose und… eine gute Restform aus den letzten Monaten. Die Form ist aktuell das größte Fragezeichen. Erst am Mittwoch habe ich einen ersten Jogg geplant – das wären 17 Tage ohne Lauftraining. Für das Wochenende steht dann noch ein progressiver Dauerlauf und ein mittellanger Lauf mit Endbeschleunigung an. Je nachdem, wie das Ergebnis ausfällt, kommt Szenario 1 infrage…oder

  1. Der Spatz
    Diese Option ist etwas für den Vernunftmenschen und -sportler in mir. Ich hole mir taktisch und rechnerisch die beste Zeit, die ich mir zum aktuellen Kurs kaufen kann. Rechnen wir mal nach: Meine Bestzeit bei einem Solomarathon liegt bei einer unterirdischen 3:48h (2008). Auf der LD in Roth war ich mit einer 3:30h deutlich schneller. Stelle ich das ursprüngliche Ziel 2:59h dazu in Relation, sollte eine 3:07-3:10h realistisch sein. Das entspräche einer avg. Pace von 4:25 – 4:30 min/km. Bei dieser Option wüsste ich jedoch genau, dass ich mich schwer ärgern würde, wenn nach 42,195km „entspannt“ im Ziel ankäme, ohne das Gefühl mich ausbelastet zu haben.

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Ich denke aber, dass es zum einen die realistischste und zum anderen die gesündeste Option ist. Zudem hat die Saison erst begonnen. Dann würde ich den Hamburg Marathon als so etwas wie ein Test ansehen und mir die Sub3 bei einem anderen Marathon dieses Jahr holen.

Tja. Was nun? Tor 1 oder Tor 2? Ich muss mir das noch mal durch den Kopf bzw. die Beine gehen lassen. Spätestens kommenden Sonntag werde ich mehr wissen.

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Schwimmt, fährt Rad und läuft!

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